Holz (C. mas)

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Namen

Die Namen Hartriegel und dogwood weisen bereits auf die außerordentlichen technologischen Eigenschaften des Dirndlholzes hin. Während die Wortbestandteile Hart und Riegel selbsterklärend sind, ist das englische Wort dogwood erst verständlich, wenn man die Bedeutung von "dog" in der Handwerkssprache kennt. Dort bedeutet es eine Klinke, Raste, Spannzange, Bankhaken oder Klaue, die eine Bewegung (z.B. eines Werkstücks) verhindert. Es leitet sich von dem Metapher eines Hundes ab, der sich unlösbar in einen Gegenstand verbissen hat.[1]Solche Spannzangen mussten aus besonders hartem, aber auch bruchfestem Holz bestehen.
Benchdog.jpg

Makroskopisches Bild

Splint rötlichweiß, Kern dunkelrotbraun, scharf abgegrenzt. Jahrringgrenzen am Hirnholz undeutlich und verwaschen. Cornus mas ist wie auch alle anderen Hartriegel-Arten zerstreutporig, die Poren sind erst unter der Lupe erkennbar. Das Holz hat zahlreiche, sehr feine Markstrahlen.

Im Längsschnitt ist das Holz matt und im Kern mit gerade noch erkennbaren weißlichen Nadelrissen versehen (Lupe). Im Radialschnitt sind ahornartige Spiegel erkennbar. [2]


Mikroskopisches Bild

Gefäße eng (Durchmesser 60µ), im Jahresverlauf an Größe abnehmend und locker verteilt (bis 50 Gefäße/mm²). Hoftüpfel in horizontalen Reihen. [3]

Die Markstrahlen sind heterogen, ein- bis dreireihig und verschieden hoch.

Tangentialschnitt

Radialschnitt

Radialschnitt Dirndl

Nutzung

Traditionell wurde Dirndlholz für schwer beanspruchte Werkzeuge und Bestandteile von hölzernen Maschinen verwendet (Spaltkeile, Zahnräder, Rechenzähne etc.). Heute wird Dirndlholz noch für Schmuck, Knöpfe und Ziergegenstände verwendet. Einer der bekanntesten Dirndlholz-Schmuckhersteller ist Bertl Groiss.

Dirndlholz

Man wendet es zu kleinen Kamm=Zähnen in den Mühlen an, zu Axt=Helmen, Hammer=Stielen und Stielen allerley schneidender Instrumente; auch, wie es in der Türkey noch weit üblicher ist, zu Messer=Heften, Pieken, Stangen, Spießen und Säbel=Griffen. Wegen seiner Härte macht man auch die besten hölzernen Nägel davon.[4]


Ihnen (Anm. dem Holz des Buxbaumes und der Terebinthe) zunächst kommt die Kornelkirsche, da ihr Holz aber so außerordentlich dünn ist, kann man es zu fast nichts anderem als zu Radspeichen oder wenn etwas im Holze zu verkeilen oder wie mit eisernen Nägeln zu befestigen ist, zu gebrauchen.[5]

Quellen

  1. dog - englische Wikipedia.
  2. Schmidt, E.: Mikrophotographischer Atlas der mitteleuropäischen Hölzer. 1941
  3. Schmidt, E.: Mikrophotographischer Atlas der mitteleuropäischen Hölzer. 1941
  4. Krünitz, D.J.G: Oekonomische Encyklopädie. Bd.46, 1789
  5. Plinius, Naturalis historia, 79 n.Chr.
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