Anbau und Beerntung

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Anbau und Beerntung der Dirndln an Naturstandorten

In Italien (Trentino, Emilia Romagna) werden zur Zeit Früchte von Wildstandorten, bzw. von Pflanzen in Hausgärten geerntet, außerdem gibt es inzwischen auch kleinere Cornus mas - Obstanlagen. Es handelt sich hierbei vorwiegend um samenvermehrte Pflanzen. Typen mit größeren Früchten werden auch vegetativ vermehrt.

In der Ukraine wird Cornus mas von Naturstandorten auf einer Waldfläche von etwa 1.000 ha beerntet. Die Früchte werden von Einzelpersonen und von Kooperativen händisch geerntet, als Frischfrucht, getrocknet verkauft, ebenso wie Cornus mas Produkte.

Im Kaukasus-Gebiet (Russland) gehen Schätzungen davon aus, dass etwa 400 t / Jahr von Wildstandorten geerntet werden. Pro Pflanzen werden etwa 5-20 kg geerntet. In Georgien im Tiefland und mittleren Hügelregionen gibt es schätzungsweise 100.000 ha Wälder mit Cornus mas im Unterwuchs. Darüber hinaus schätz man, dass in privaten Gärten etwa 60.000 Cornus mas Pflanzen kultiviert werden, weitere 140.000 einzeln stehende Pflanzen sollen genutzt werden. Interessante Typen werden für den Eigenbedarf vermehrt.

In der Türkei wächst Cornus mas vorwiegend in der Schwarzmeerregion, sowie in Nordost- und Nordwest-Anatolien. Von geschätzten 1.500.000 Pflanzen sollen etwa 14.000 t Früchte, vorwiegend von Wildstandorten, geerntet werden.

Cornus mas - Aktivitäten

Dirndkirtag im Pielachtal (Niederösterreich), jeweils letztes September-Wochenende.

Weiters gibt es ein Cornus - Festival ebenfalls im September im Arboretum Bolestraszyce (Polen).

Sorten und Auslesen

Zahlreiche lokale Auslesen von Wildstandorten werden in vielen Ländern kultiviert. Neben der Ukraine (Kiev, Botanischer Garten der Ukraine) sind hier Azerbeidjan, Russland, Georgien, Iran, Serbien, Bosnien-Herzogovina, Montenegro, die Türkei, Tschechien, die Slowakische Republik, und natürlich Österreich mit dem Pielachtal zu nennen. Vor allen in der Ukraine (mit 17 Varietäten) und Georgien gibt es die höchste Anzahl an Sorten.

Schon vor mehr als 100 Jahren wurden Typen mit abweichender Fruchtfarbe (weißlich, gelb, fast schwarz) ausgelesen, doch haben diese heute keine Bedeutung mehr. Einige Sorten sind verlorengegangen, vereinzelt findet man in Botanischen Gärten noch die eine oder andere Varietät. Sorten mit weiß gerandeten und gelben Blättern gibt es auch heute noch als Zierpflanzen, für eine Fruchtnutzung sind diese aber bedeutungslos.

Vielmehr sind es die großfrüchtigen Sorten, von denen mittlerweile mehrere im Handel sind. Vor allem am LFZ für Gartenbau in Wien, Schönbrunn, und am Institut für Obstzüchtung in Bojnice (Slowakei) wurden Selektionen durchgeführt. Heute gibt es zahlreiche neue großfruchtige Züchtungen und Auslesen in Bulgarien, Polen, die inzwischen teilweise auch in Österreich und Deutschland erhältlich sind. In der Ukraine, im Kaukasus und in der Türkei wurden verschiedene großfrüchtige Sorten der Kornelkirsche kultiviert, unter anderem großfrüchtige Typen von flaschenförmiger Gestalt sowie gelbfrüchtige Klone. Heute noch werden z. B. in Georgien in zeitlicher Abfolge kleinfrüchtige, großfrüchtige ovale sowie zuletzt großfrüchtige birnenförmige Sorten auf den Märkten angeboten.

Vor allem in der Ukraine hat Prof. Svetlana Klymenko ein großangelegtes Züchtungsprogramm abgeschlossen und zahlreiche neue Sorten auf den Markt gebracht.

Weiterführende Informationen

Helmut Pirc:
Enzyklopädie Wildobst und seltene Obstarten. In Vorbereitung.
Cornelian Cherry: an important local resource and promising health promoting fruit plant of the Black Sea Area. 10th International Symposium on Vaccinium and Other Superfruits, June 17-22, 2012, Maastricht,

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